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      Mit einem gut besuchten Theaterfest feierte die TUP im Aalto Theater und in
      der Philharmonie Essen die Spielzeiteröffnung mit einem sehr interessanten
      Programm. Zudem wurde das Aalto Theater 30 Jahre alt. "Alle in einem Boot"
      lautete das Motto für Oper, Philharmonie und Schauspiel.

      Am 15. September 1988 war die Eröffnung des Aalto Theaters im Stadt-
      garten. Bereits 1959 gab es einen Architekturwettbewerb, den Alvar Aalto
      gewann. Finanzielle Gründe führten dazu, dass es mit der Ausführung so
      lange dauerte. Heute glänzt das Haus mit seiner ganz besonderen Archi-
      tektur. Es ist ein Hingucker in der Stadt.

      Ein erster Höhepunkt des Tages war recht früh die Spielzeitvorstellung der
      Oper und des Grillo Theaters. Während das Schauspiel leider nur Wieder-
      aufnahmen präsentierte, wurde von Seiten der Oper z.B. auf die Neuinsze-
      nierung von "Carmen" musikalisch eingestimmt. Vor den Türen zum Saal
      bildeten sich derweil lange Schlangen. Vielleicht auch deswegen, weil im
      Anschluss das Aalto Ballett Ausschnitte aus "Schwanensee" zeigte. Das
      ganze Haus war allerdings eine große Bühne. Auf die Probenbühne tief im
      Haus gelangte man mit dem acht Meter hohen und riesigen Lastenaufzug.
      Hier fanden öffentliche Proben und Workshops statt. Oben in der Schreinerei
      waren zudem Architekturmodelle einiger Bühnenbilder ausgestellt. Die
      Schreiner gaben gerne Auskunft über ihre tägliche Arbeit.

      Für Kinder war gut gesorgt. Schminkaktionen, Workshops oder ein Puppen-
      theater hielten die Kleinen bei Laune. In die "Geisterbahn" im riesigen
      Kulissenlager im Keller durften allerdings nur die reiferen Kinder. Hier war es
      richtig gruselig und unheimlich. Den Weg des Schreckens musste man
      alleine gehen. Dafür gab es für kleine Mädchen draußen spannende Kutsch-
      fahrten mit einem Zweispänner, sogar auf dem Bock neben dem Kutscher.
      Kostüme wurden versteigert und Überraschungsführungen in diverse Abtei-
      lungen des Hauses wurden angeboten. Was hat sich in 30 Jahren so alles
      ereignet? Alte Theaterhasen berichteten von skurrilen Missgeschicken, die
      das Publikum allerdings oft nicht merkt.

      Auf der großen Hauptbühne tummelte sich derweil das Theatervolk. Jeder
      durfte an diesem Tag auf die Aalto-Bühne. Die Theaterhandwerker präsen-
      tierten ihre Arbeit. Das klappbare Traumschiff aus Holz gehört zum Bühnen-
      bild von "Eine Nacht in Venedig". 17 m lang ist es lang und muss von zehn
      Bühnenarbeitern bei der Aufführung geschoben werden. Das Aalto geht dabei
      sehr zeitkritisch mit dem Kreuzfahrttourismus in Venedig um. Schlangen
      gab es vor dem Bühnenaufzug unter die Bühne. Sie lässt sich übrigens
      4,70 m hoch und 2,60 m herunter fahren. Bis zu 24 m hoch ist Maschinerie.

      Den Abschluss einen tollen Festes bildete eine Show mit Beteiligten von
      Oper und Schauspiel im großen Aalto-Saal. Begleitet wurde der Abend vom
      United Rock Orchestra. Janina Sachau eröffnete mit einem Song aus
      "Cabaret". Albrecht Kludszuweit erinnerte an Johannes Heesters, ehe
      Heldentenor Jeffrey Dowd mit einem Medley von Tom Jones begeisterte.
      Ganz hervorragend rezitierte Jan Pröhl Trappatonis Wutrede von 1998. Am
      Ende sangen alle zusammen "All you need is love". Die Spielzeit kann
      kommen.

      Datum: 16. September 2018

      www.aalto-musiktheater.de