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      Die Schweiz steht für Bilderbuchlandschaften, heile Welt und diverse kulina-
      rische Spezialitäten. Do wir findet man sie tatsächlich vor? Ist das Klischee
      Wirklichkeit oder die Realität eine ganz andere? Igor Ponti ist dieser Frage mal
      auf den Grund gegangen. In seinem schönen Buch "Looking for Identity" findet
      man seine fotografischen Ergebnisse.

      Eine Würstchenbude mitten in den Bergen hat sicher keine Spezialitäten zu
      bieten. Lugano wirkt mit seiner mehrstöckigen Bauweise nicht gerade roman-
      tisch. Wo einst Schneefelder oder Gletscher waren, da ist heute kahler Fels.
      Gletscher werden sogar mit weißen Planen abgedeckt. Schutzbunker findet
      man in schönster Naturidylle. Echte Pferde sind ebenfalls aus der Mode
      gekommen. Heute ziert ein buntes Kunstpferd den Straßenrand. Gartenzwerge
      in rot-weiß gibt es natürlich auch. Die Bänke vor der Werbetafel mit "Heidis
      Heimat" wirken recht abgewrackt. Alte Höfe sehen zwar noch recht schön aus,
      sind aber nicht mehr bewohnt. Müllcontainer vor verschneiten Bergen kommen
      natürlich besonders gut an. Da ist die orange Notrufsäule mit ihrem "SOS"
      schon symbolisch. Wenigstens bedeckt der Schnee im Winter einige Wunden
      in der Landschaft.

      Das reale Bild der Schweiz hat nur noch wenig mit romantischen Klischees zu
      tun. Die Errungenschaften der Zivilisation haben auch die Berge erreicht.
      Sehenswert.

      "Looking for Identity", Igor Ponti, Hatje Cantz, 136 Seiten, 59 Abbildungen,       28,8 x 24,7 cm, Leinen, Englisch, Italienisch, ISBN 978-3-7757-3925-2

      www.hatjecantz.de

      Datum: 11. Dezember 2014