abenteuer-ruhrpott.info Aktuelles abenteuer-ruhrpott.info
Freizeittipps
Veranstaltungen
Ausstellungen
Bücher / Musik
Kontakt
Impressum
Buch 'Dancing with Mr. D. - Tod in Popmusik und Kunst' aus dem Wienand Verlag
Ein sicheres Faktum unseres Lebens behandelt das sehr interessante Buch "Dancing with Mr. D. - Tod in Popmusik und Kunst" aus dem Wienand Verlag. Die Zwischenbeziehungen sind zahlreich und vielfältig.

Tod und Kunst ist eine sehr alte Beziehung, die in zahlreichen Kunstwerken ihr Thema findet. Die bildenden Künste behandeln Totentänze vielfach quer durch die Jahrhunderte. Nicht selten war es auch der Tod, der einen an die Hand nimmt, egal aus welchem Gesellschaftsstand.

Gerne spielten die Musiker mit dem Thema Tod. Einst war es die Laute oder die Trompete. Heute heulen E-Gitarren unter dem Totenkopf. Auffallen um jeden Preis. "Die young before you get old", lautete ein Motto der heute oft alten Herren. Die Durchschnittslebenserwartung von Musikern eher geringer. wegen ihrer Drogensucht ahnten manche ihren Tod, wie Amy Winehouse. Die Einsamkeit des angehimmelten Idol auf der Bühne vertonte Whitney Housten in "One moment in time". "Wish you were here" von Pink Floyd und "Sympathy for the devil" von den Rolling Stones gehören zu berühmtestes Songs zu Thema. "Candle in the wind" hat Elton John zur Beerdigung von Prinzessin Diana extra umgetextet. Falcos "Out of the dark" ist auch so ein besonderer Song. Die dunkle Seite symbolisiert das alltägliche Leben, die helle seine Drogensucht. Natürlich dürfen auch Marilyn Manson, die Doors mit Jim Morrison, Kraftwerk oder Rammstein mit "Mein Teil" nicht fehlen. "Don't pay the ferryman" von Chris de Burgh ist ein gut gemeinter Ratschlag, die Überfahrt ins Jenseits doch lieber zu verschieben.

Die Vielfalt der Betrachtung zeichnet dieses Buch aus. Der soziale Tod als Herausbrechen aus der Gesellschaft ist ein Aspekt. Mit der Musik gegen den Krieg anzukämpfen, nicht nur zu Vietnam-Zeiten, war ein häufiger Versuch. Musikalische Selbstinszenierungen, im Wissen des baldigen Todes findet man bei David Bowie oder Leonard Cohen. Den psychedelischen Tod mögen The Cure. Avicii kam mit seiner Rolle als Idol nicht klar und ließ Ansätze von Depressionen in seinen Texten erkennen.

Regional interessant ist die Düsseldorfer Künstler- und Musikszene. Im Ratinger Hof in Düsseldorf war der Treffpunkt der jungen Wilden, wie Campino, Sigmar Polke, Jörg Immendorf, Katharina Sieverding. Nicht zu vergessen ist der Tod im Film, mit tollen Soundtracks. "Spiel mir das Lied vom Tod" fällt einem da zuerst ein. Der schleichende Tod durch Krankheiten wie Aids ist ebenfalls ein Thema, das besonders in Corona-Zeiten sehr passend erwähnt.

Nicht nur das tolles Design auf. Trotz den schweren Themas ist es sehr fluffig und gut zu lesen, ein Buch Tiefgang und Mut zu einem Thema, dass sich durch unser Leben zieht, das aber viele nicht gerne nah an sich heran lassen.

"Dancing with Mr. D. - Tod in Popmusik und Kunst", Wienand Verlag, 352 Seiten, 35 farbige und 36 s/w Abb., 16,5 x 24,0 cm, Paperback, Deutsch, ISBN 978-3-86832-492-1

Datum: 8. April 2020

www.wienand-verlag.de