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Kunst muss nicht nur in Museen hängen. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhun- derts haben große und kleinere Unternehmen damit begonnen, bedeutende Kunstsammlungen aufzubauen. Sie haben Kunst als Identität stiftendes Merk- mal erkannt. Welche Schätze in welchen Sammlungen zu finden sind, das präsentiert die edel gestaltete Publikation "Corporate Collections", erschienen bei daab. Viele Kunstmuseen haben heute kaum noch finanzielle Mittel, ihre Sammlungen regelmäßig zu ergänzen. Somit bieten Unternehmenssammlungen vielen Künstlern die Möglichkeit, ihre Arbeiten zu veräußern. Dabei sind die Samm- lungen oft sehr verschieden. Zwar werden sie oft von angestellten Kunsthistori- kern betreut, doch geben die Vorstände die künstlerische Richtung vor, die stets subjektiv ist. Einzelne Werke finden sich dann immer wieder als Leihgaben in Sonderausstellungen bekannter Museen. Internationale Kuratoren haben also durchaus Zugriff auf die Sammlungen. Vorgestellt werden insgesamt 72 Sammlungen, darunter die Daimler AG, die Commerzbank AG, die Stadtsparkasse Düsseldorf, die Osram AG, die Bremer Landesbank, der ADAC e.V. oder die Deutsche Telekom AG. Selbst die Europäische Zentralbank oder das Europäische Patentamt haben bedeutende Kunst gesammelt. Die Spannbreite der Künstler dabei ist breit. Bekannte Namen wie Gerhard Richter, Vincent van Gogh, Thomas Struth, Frank Stella, Ai Weiwei, Otto Piene, Henry Moore, Claes Oldenburg, Albert Renger-Patzsch, Pablo Picasso, Roy Lichtenstein, Damian Hurst, Heinz Mack, Bernd und Hilla Becher oder Robert Frank sind genauso vertreten wie zahlreiche der Allgemein- heit weniger bekannte Künstler. Dieses prachtvolle und schwere Buch liefert einen hervorragenden Überblick, was alles an Kunst außerhalb der Museen in diversen Unternehmenssamm- lungen existiert. Zahlreiche Abbildungen von Werken zeigen die Schwerpunkte und Hauptwerke der einzelnen Sammlungen. Das Buch blickt hinter Fassaden, wo man als Normalbürger kaum einen Einblick bekommt. "Corporate Collections", Friedrich Conzen, Olaf Salié, daab Verlag, 468 Seiten, zahlreiche Abbildungen, Hardcover mit Schutzumschlag, englisch, deutsch, 24 x 28,7 cm, ISBN 978-3-942597-22-7 www.daab-media.com Datum: 1. Mai 2012 |
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