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      Für das Schauspiel "Fit und Struppi" haben das Theater Oberhausen und die
      Regisseur Nicola Bremer bewusst einen außerhalb des Theaters gelegenen
      Ort gewählt, ein im Bau befindliches Fitnessstudio am Centro Oberhausen.

      Es ist jedenfalls eine sehr außergewöhnliche Aufführung im "The Mirai"
      (jap. = die Zukunft). Auf 55.000 qm entsteht hier ein Fitnessstudio in einer
      alten Fabrikhalle. Das Geschäftskonzept ist ebenfalls sehr exotisch. Das
      Training wird kostenfrei sein. Werbepartner sollen es u. a. finanzieren. So
      viel zum Ort.

      Utopien sind es auch, die das Stück prägen. Maschinen sind mittlerweile
      leistungsfähiger und zuverlässiger als menschliche Körper. Wozu sollen die
      Körper mit ihrem begrenzten Volumen und von einer Hülle aus Haut umgeben
      noch nütze sein? Sie sind zumindest in der Lage, diverse Phantasien und
      Utopien zu entwickeln. Werden in Zukunft solche Menschen in diesem
      ungewöhnlichen Fitnessstudio geformt? Vorstellungskraft ist gefragt. Dazu
      gehört ebenso positives Denken an das Machbare. Wie sind immer schnell
      dabei Dinge gleich schlecht zu reden.

      Das Stück ist eine Vorstellung mit wandelndem Publikum. Man läuft mit
      dem Geschehen in gewisser Weise mit. Ayana Goldstein, Banafshe
      Hourmazdi, Lise Wolle und Klaus Zwick nutzen derweil die riesige Halle als
      Spielfläche, eine sehr sportliche Leistung. Sie stellen Fragen an die Zukunft.
      Die tiefsinnigen und oft philosophischen Dialoge werden allerdings manchmal
      etwas schnell gesprochen. Man muss aber nicht jeden Satz verstehen, um
      dem Stück folgen zu können.

      Eine Besonderheit sind die Funkkopfhörer für die Zuschauer. Über diese
      hören sie die Texte und auf diese Art und Weise wird ebenso gut ausgewählte
      Musik eingespielt.

      Datum: 14. September 2018, Premiere

      www.theater-oberhausen.de