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      Fix & Foxi sind Kult unter den Comic-Figuren. Rolf Kauka war ihr verlege-
      rischer Schöpfer. Durch ihn traten sie ihren Siegeszug an. Die spannende
      Ausstellung in der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen zeigt Fix & Foxi in
      ihrer Entstehung und Entwicklung sowie das Schaffen von Rolf Kauka (1917-
      2000) mit über 500 Exponaten.

      Kauka wird häufig als der deutsche Disney bezeichnet. So lautet dann
      auch der Untertitel der Ausstellung. Tatsächlich entdeckt man Parallelen in
      den Figuren. Kauka begann wenig später nach dem ersten Erfolg von Disney
      mit seinem verlegerischen Werk. Selbst zeichnen konnte er nicht, hatte aber
      seine Leute dafür. Ab 1956 entstanden die Comics im Kauka-Schlösschen
      bei München. Bei ihm waren die Geschichten stets sehr pädagogisch und
      gewaltfrei. Er ermöglichte Kindern kreatives Denken. Böse Zungen bezeich-
      nen die Geschichten als brav und bieder, im Gegensatz zu Disney. Kauka
      selbst nannte Wilhelm Busch als eines seiner Vorbilder.

      Die Anfänge waren von vielen Experimenten geprägt. Kauka gab den
      "Eulenspiegel" heraus. Erst das Heft Nr. 27 trug den Namen von Fix & Foxi.
      Es kostete 60 Pfennige. Die beiden schlauen Füchse wurden immer beliebter.
      Kauka war allerdings sehr geschäftstüchtig. Für unterschiedliche Ziel-
      gruppen erschienen weitere Marken wie z.B. "Bussibär" oder "Captain Terror".
      Selbst einzelne Figuren aus Fix & Foxi bekamen eigene Hefte. Seit 1957
      hatte die wöchentliche Fix & Foxi-Auflage bis zu 200.000 Exemplare. Die
      Comics wurden in Kurzfassung auch in diversen Printmedien verbreitet.
      Später erwarb Kauka sogar die deutschen Rechte an Asterix, damals für
      einen Spottpreis.

      Interessant zu sehen ist, wie die Figuren entstanden. Erst 1971 wurden sie
      für alle Zeichner in ihrem Erscheinungsbild vereinheitlicht. Die kleinen
      Streiche mit dem erhobenen Zeigefinger und Moral wurden standardisiert. Sie
      wurden mit dem Zeitgeist immer stärker verniedlicht.

      Heute gehört das Erbe Kaukas Dr. Stefan Piech, bzw. seinem Unternehmen
      Your Family Entertainment AG. Er hat alle Bestände katalogisieren lassen,
      insgesamt rund 16.000 Zeichnungen. Alle Exponate stammen aus seinem
      Bestand. Man findet Originalzeichnungen, Hefte, Korrespondenzen von
      Kauka, Merchandisingartikel und vieles mehr. In einem Kino darf man
      Bewegtbilder der Fix & Foxi-Geschichten bewundern. Der damalige Chef-
      zeichner hat sogar eine neue Geschichte zur Ludwiggalerie erschaffen.

      Zur Ausstellung erschienen ist auch ein toller Katalog, inklusive der neuen
      Geschichte zum Haus. Es wird ein Rahmenprogramm zur Ausstellung
      angeboten.

      Laufzeit: 10. Juni bis 9. September 2018, Ludwiggalerie Schloss Oberhausen

      www.ludwiggalerie.de