abenteuer-ruhrpott.info
Aktuelles
Freizeit 1
Freizeit 2
Bühnen
Veranstaltungen
Buchtipps
Orte zum Feiern
Kontakt
      Eine ganz außergewöhnliche Veranstaltung im Alfried-Krupp-Saal der
      Philharmonie Essen war die gute 3D-Filmoper "Sunken Garden" von Michel van
      der Aa. Es war eine deutsche Erstaufführung im Rahmen des NOW-Festivals,
      die szenisch und musikalisch überzeugte.

      Die besondere Mischung aus echtem Operngesang, gesprochenen Passagen,
      Gesang in Filmeinspielern und ungewöhnlichen 3D-Filmszenen war sehr gut
      abgestimmt und bot einen gut austarierten Spannungsbogen, der einem Krimi
      ähnelte, der zwischen realer und fiktiver Welt wechselt, die Grenze zwischen
      Leben und Tod. Alles erscheint wie das Leben in einem Traum mit okkulten
      Zuständen. Es ist eine Genre überschreitende Darstellung der besonderen Art.
      Für die 3D-Sequenzen wurden entsprechende Brillen verteilt, die die para-
      diesisch anmutende Welt noch viel intensiver hervorhoben.

      Thematisch ging es um die Geschichte des Videokünstlers Toby Kramer
      (Roderick Williams), der dem vermissten Simon Vipes (Jonathern McGovern,
      Film) dokumentarisch nachspürt und dabei von der Stiftungsvertreterin Zenna
      Briggs (Katherine Manley) finanziell unterstützt wird. Man erfährt, dass auch
      Amber (Kate Miller-Heidke, Film) verschwunden ist, eine Bekannte von Simon.
      Amber träumt von einem versunkenen Garten, wie Toby auf ihrem Smartphone
      entdeckt hat. Eine helle Tür führt Toby schließlich in eine fremde Welt. Er ist
      ganz nah bei Amber und Simon und doch so fern von dieser unheimlichen und
      schönen Zauberwelt eines grünen Paradieses, wo Seelen unsterblich werden.
      Zur Überraschung wurde sie von Zenna erbaut. Sie erscheint durch einen
      senkrechten Teich. Wie gelangt man da hinein und kommt man wieder hinaus?
      Eine gefährliche Gratwanderung, die durch sehenswerte 3D-Effekte unterstützt
      wird. Außerdem taucht auch die mysteriöse Psychiaterin Iris Marius (Claron
      McFedden) auf.

      Dirigent André de Ridder und das Amsterdam Sinfonietta sorgten für die gute
      Begleitung der Aufführung. Stimmlich hatten sowohl die Live-Sänger, als auch
      die Sänger im Film jede Menge zu bieten. Sie konnten absolut überzeugen.
      Eine Oper mal ganz modern und anders präsentiert.

      Datum: 29. Oktober 2017, Philharmonie Essen

      www.philharmonie-essen.de