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      "Gipfeltreffen" nennt sich eine neue Konzertreihe, die große Meister der
      akustischen Gitarre zusammenbringt und von André Krengel ins Leben gerufen
      wurde. In der Christuskirche in Bochum stellten der Initiator, Richard Smith
      und Rafael Cortés, der seinen Sohn mitgebracht hatte, ihr Können unter
      Beweis. Es war ein fantastisch gutes Konzert an einem wie immer wunder-
      baren Ort.

      Zunächst durfte jeder einzeln glänzen. Gastgeber André Krengel machte den
      Anfang. Er ließ sich u. a. von seinen Tauchgängen unter Wasser musikalisch
      inspirieren. An den Saiten ist er sowieso ein Meister, der auch ungewöhnliche
      Griffe einbaut. Da geht durchaus auch mal ein Plektron kaputt. Er lebt seine
      musikalische Kreativität richtig aus, geht mit und krümmt sich. Mit der Gitarre
      auf den Schoß tauchte er in seine Welt ein. Stilistisch ist er schwierig einzu-
      ordnen.

      Beim Gitarrenfestival in Ulllapool lernte Krengel Richard Smith kennen und
      lud ihn nun nach Bochum ein. Immer einen lockeren Spruch auf den Lippen
      verkörpert er einen sympathischen Spaßvogel, der exzellent seine Gitarre
      beherrscht. Er verbindet Rhythmus und Melodie vorzüglich. Seine Spielweise
      ist bestes Kopfkino. Es kann dramatisch klingen oder man schlendert bei
      ihm gedanklich durch die urbane Stadtlandschaft. Auch den Folk holt er
      heraus.

      Zu Rafael Cortés muss man nicht viel sagen. Er ist in der Region bekannt.
      Seine Flamenco-Gitarre ist purer Genuss. Dabei sieht es so leicht aus, wie er
      die Saiten zupft und es doch so schwierig. Da werden selbst gebürtige
      Spanier blass. Alleine und mit seinem Sohn Rafael Cortés jun. Spielte er
      wunderbare Stücke, u. a. von Paco de Lucia.

      Im zweiten Teil spielten sie zu Zweit, zu Dritt oder zu Viert zusammen. Wenn
      vier exzellente Könner gemeinsam zupfen, dann wird es außergewöhnlich gut.
      Einer gab immer den Ton an und die anderen stimmten gekonnt ein, wobei
      immer ein gewisser Flamenco-Unterton zu hören war. Rafael Cortés kann
      einfach nicht anders. So bekamen die gemeinsamen Stücke ein ganz
      besondere Note, mal ein Bossa Nova, mal klang es kubanisch. Die Zeit flog
      unbemerkt nur so dahin. Man lauschte und genoss diesen ganz besonderen
      Abend. Nach knapp drei Stunden plus Pause endete leider auch dieses
      Konzert. Das Publikum hätte gerne noch länger
      ausgehalten.

      Datum: 18. Mai 2018

      www.christuskirche-bochum.de
      andre-krengel.com