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      Einen sehr feinen Konzertabend erlebten die Zuschauer in der so wunderbar
      atmosphärischen Christuskirche in Bochum. Das Geschwisterpaar Eva und
      Philipp Milner, alias Hundreds, verwandelte den Kirchenraum mit ihrem Elektro-
      Pop in ein klasse Gesamtkunstwerk. Als Support überzeugten Joco, ebenfalls
      aus dem hohen Norden.

      Eine Vorgruppe ist oft musikalisches Beiwerk. Josepha und Cosima Carl waren
      es ganz sicher nicht. 2016 traten sie bereits beim deutschen Vorentscheid für
      den Eurovision Song Contest an und nahmen Songs schon in den Abbey Road
      Studios auf. Sie stimmten als Geschwisterpaar die Gäste wunderbar auf den
      Hauptact ein. Die beiden jungen Frauen haben in den Niederlanden Musik
      studiert schreiben und komponieren alle Lieder selbst, meist auf Englisch, aber
      auch auf Deutsch. Stilistisch ist es Indie-Pop mit elektronischen Einflüssen.
      Gitarre, Klavier, Keybourd und Schlagzeug spielen sie alles selbst. Dazu
      kommen ihr zweistimmiger Gesang und tiefgründige Texte. "City Shore"
      versetzte einen in den Hamburger Hafen. Der "Whale Song" mahnt den Umgang
      des Menschen mit der Tiefsee an. Sie sangen von positiver Einsamkeit oder
      einen Song für ihren Opa, "Over the Horizon", acapella speziell für die
      Christuskirche mit ihrem 3,5 fachen Hall. Schöne Stimmen!

      Die Songs von Hundreds waren ebenfalls extra für die Christuskirche anders
      arrangiert worden. Es wurde eine Perle von einem Konzert. Zu dritt setzten sie
      sehr detailverliebt Klavier, Keyboard, Schlagzeug, Synthesizer oder Xylophon
      ruhig und rhythmisch ein, um ihre Energie geladen Töne durch den Kirchenraum
      fein schwirren zu lassen. Man spürte schnell, dass man einem ganz besonderen
      Konzert beiwohnen durfte. Eva, barfuss, schlicht und ganz in Rot gekleidet,
      glänzte mit ihrer tollen Stimme, die die schönen Harmonien besonders betont.
      Ob stimmlich etwas dunkel oder klar und hell, es klang einfach großartig. Die
      Gäste wurden auf eine Reise Lost in Space oder in die Tiefsee mitgenommen,
      jeder wie er wollte. Songansagen hätten nur gestört. Es war ein Gesamtkunst-
      werk, insbesondere für die Ohren. So wurden u. a. Songs wie "Wilderness",
      "Grab the sunset", "Our past", "Rabbit on the roof", "Beehive", "Let it happen",
      "Flume", "Circus" oder "Stone" dargeboten, Songs mit tiefgründigen Texten.
      Getanzt wurde in den Gängen auch ein wenig, wer sich eben traute. Der Rest
      hörte voller Bewunderung erhaben zu und genoss jeden Ton. Für das wunder-
      schön gedämpfte und fein abgestimmte Licht war Pastor Thomas Wessel
      persönlich am Lichtpult verantwortlich.

      Wieder einmal zeigte die Christuskirche Bochum, dass sie einer der besten
      Konzertbühnen im Pott ist, einzigartig mit ihrer Akustik und sehr familiär-
      angenehmen Atmosphäre.

      Datum: 8. Dezember 2017

      www.hundredsmusic.com
      www.jocomusic.com
      www.christuskirche-bochum.de