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      Eine Oper mit einer sehr emotionalen Geschichte ist Nabucco. Im Musik-
      theater im Revier (MiR) inszenierte Sonja Trebes des Stoff Verdis auf eine
      zurückhaltende und doch mit großen Gefühlen behaftete Art.

      Eine schwarze Treppe ist das prägende Element der Bühne. Der Hintergrund
      ist ebenfalls schlicht ins Dunkle getaucht. Pompös sieht anders aus. Man
      legt die Schwerpunkte der Inszenierung eindeutig auf die einzelnen Rollen
      und die entsprechenden Kostüme. Es wirkt oft sehr dicht auf der Bühne,
      durch die sehr vielen Menschen. Dabei ist der Opern- und Extrachor absolut
      positiv hervorzuheben. Stimmgewaltig intoniert er nicht nur den Gefangenen-
      chor sehr bemerkenswert.

      Stimmlich überzeugt diese Inszenierung. Bastiaan Everink als Nabucco,
      Luciano Batini? als Zaccaria, Yamina Maamar als Abigaille und Anke
      Sieloff als Fenena wirken überzeugend. Wirklich tolle Stimmen.

      Die Handlung wird sehr auf den Punkt erzählt. Die Insignien der Macht
      wechseln optisch klar zu den einzelnen Rollen. Nabucco als alternder
      König überzeugt auch als gefallener Mann. Abigaille hat als Kind wenig
      Liebe von ihm zu erwarten, um später dann seinen Mantel zu tragen,
      zumindest für eine gewisse Zeit. Die Kindheit wird gut in die Handlung
      eingebaut. Zwei Mädchen mimen Fenena und Abigaille als Rückblick, der
      sich durch das gesamte Stück zieht. So werden die Konflikte und ihre
      Gründe offen sichtbar und das Unheil absehbar.

      Musikalisch wurde die Oper von der Neuen Philharmonie Westfalen begleitet,
      unter der Leitung von Guliano Betta. Die ganze Dramatik dieses Stoffes
      wurde vom Orchester klasse herausgearbeitet. Die tolle Akustik im MiR kam
      dem Musikern dabei entgegen.

      Datum: 16. Juni 2018

      www.musiktheater-im-revier.de