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      Eine sehr erfolgreiche Traumzeit 2018 endete am Sonntag im Landschafts-
      park. Über 22.000 zahlende Zuschauer verfolgten an drei Tagen die Konzerte
      in der alten Eisenhütte. Das ist ein Zuwachs von 20%. Das Wetter spielte
      ebenfalls mit.

      Der Freitag und Samstag waren ausverkauft. Teilweise merkte man es an
      den Schlangen vor den Türen. Man gewöhnte sich ans Warten, auch wenn
      nicht alle immer Einlass fanden. Der Erfolg hat eben seinen Preis. Viele
      völlig verschiedene Genres standen auf den Bühnen, aber stets kein Main-
      stream. Selbst die Gratis-Konzerte vor dem Gasometer waren gut gesucht.
      Das Traumzeit Festival wird zu einer überregionalen Visitenkarte für die Stadt.
      Die Macher sind sich des Drucks für fürs nächste Jahr bewusst, auch wenn
      man nicht immer Rekorde brechen muss.

      Der Sonntag war noch einmal richtig unterhaltsam. The Wholls aus London
      machten gekonnt den Eisbrecher. Als gute Live-Band hatten sie das Publi-
      kum gleich im Griff. Ihre Rockklänge kamen angedeutet als Sprechgesang
      oder auch sehr harmonisch daher. Ein guter Groove! Sie hatten Spaß und
      dankten allen Musikfans, die heute Konzerte besuchen, denn von CD-
      Verkäufen können viele Bands nicht mehr leben.

      Luisa aus Hamburg spielte mit der modernen Technik. Gesang und Töne in
      den Rekorder speichern und dann parallel dem Gesang zu unterlegen ist
      heute kein Problem. So klingt die eine Musikerin wie eine mehrköpfige Band.
      Sie sang davon, am nächtlichen Hafen spazieren zu gehen oder dankte in
      ihrem Song "Underground" all den kleinen Veranstaltungsorten, dort auftreten
      zu dürfen. Die Welt der Träume durchzieht ihre Songs. Ihre Oma kommt
      übrigens hier aus der Gegend.

      Sam Fender ist ein junger Brite mit einem modernen Rocksound. Ganz
      unaufgeregt präsentierte er mit seiner Band die Songs. Gefühlsausbrüche
      sind nicht sein Ding. Seine Heimatstadt, die Freunde und andere Geschich-
      ten sind seine Themen. Auffällig war sein Drummer, ein echtes Tier an den
      Stöcken. Kurz und schmerzlos verließ Sam Fender am Ende die Bühne.

      The Jesus and Mary Chain aus Großbritannien stehen für den harten Rock.
      Dazu machten sie mächtig Licht in der Gießhalle. Hier konnte man gut
      Energie tanken. Ihre Power in den Songs kam sehr gut rüber. Viel geredet
      wurde nicht, dafür ordentlich auf Tempo gedrückt. Sie präsentierten eine tolle
      Show.

      Wer die Bläserfraktion mohte, der war bei den Lucky Chops auf der Cowper-
      platz-Bühne gut aufgehoben. Sie boten zudem lichttechnisch jede Menge
      Effekte. Hier endete die insgesamt sehr gelungene Traumzeit 2018.

      Wie jeder Festivaltag hatte auch der Sonntag seinen gefühlten Höhepunkt.
      Martin Kohlstedt spielte in der Gebläsehalle ein ganz feines Konzert. Er
      vereint sehr gekonnt Flügel, Keyboard und Synthesizer, also Klassik mit
      elektronischen Klangwelten. Flügel und Keyboard lassen sich auch parallel
      spielen, jeweils mit einer Hand. Von Nebel und schummrigem Licht umgeben
      flogen die Töne nur so und tanzten förmlich in der Luft. Schloss man die
      Augen, schwebte man in einer nicht definierbaren Welt, ein Klangteppich,
      mal leise und hell, mal dunkel und bedrohlich. Ein wirklich erstklassiges
      Konzert.

      Datum: 24. Juni 2018

      Infos und Fotos zum Freitag
      Infos und Fotos zum Samstag
      www.traumzeit-festival.de
      www.landschaftspark.de