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Die packende Publikation „Everest solo - Der gläserne Horizont“ von Reinhold Messner ist im Malik Verlag erschienen. Darin beschreibt er seinen Alleingang ohne Sauerstoff auf den höchsten Berg der Welt. Heute ist der Mount Everest für viele ambitionierte Hobbybergsteiger kein großes Problem mehr. Alles wird all inklusive angeboten, samt Trägern und Bergführern. Dieses negative Massenphänomen beschreibt Reinhold Messner auch direkt zu Beginn seines Buches. Er kennt den Berg noch ganz anders, hat sich sogar tief in die Geschichte der ersten Versuche eingelesen. Viele vermeintliche Erstbegeher sind gescheitert. Oftmals war die Ausrüstung noch ziemlich mangelhaft. Manche haben sich schlicht überschätzt. Ihre Leichen sucht man heute zum Teil immer noch. Auch ihre Geschichten sind ein wichtiger Teil des Buches. Sein Projekt plante er noch zu einer Zeit, als der Everest bereits Ziel von internationalen Vorhaben war. So hatte ein Japaner bereits die Genehmigung für einen Alleingang ohne Sauerstoff in der Tasche. Messner wollte ihm zuvorkommen, setzte alle ihm möglichen Heben in Bewegung und bekam so seine Genehmigung von chinesischer Seite über die tibetische Nordseite aufzusteigen. Ein Wetterfenster außerhalb des Monsun zu finden war nicht leicht. Am Berg braucht man Geduld. Jeder Fehler kann hier oben tödlich sein. Das war ihm dabei sehr bewusst. Anfangs begleitete ihn noch die Kanadierin Nena. Sie wartete weiter unten in einem Zelt. Das letzte und entscheidende Stück ging Messner alleine, mit vollem Risiko und sogar ohne Funkgerät. Aus einer tiefen Gletscherspalte konnte sich selbst befreien. Im Sturm wartete er lange im Zelt auf besseres Wetter, wurde krank und schwächer. Die psychische Belastung wuchs, je höher er stieg. Niemand war bei ihm. Da musste er abwägen, weiter aufzusteigen oder abzusteigen. Er ging volles Risiko und war als erster Mensch am 20. August 1980 im Alleingang auf dem höchsten Berg der Welt. Das Buch beschreibt die Mühen und Qualen, aber auch die tibetische Kultur, von der China damals schon wenig übrig gelassen hat. Viele Klöster wurden zerstört. Die Tibeter lassen sich jedoch nicht unterkriegen. Die fantastische Landschaft wird immer wieder beschrieben. Riesige Schneefelder, Eisbrüche und weite Talebenen sind charakteristisch für diese sehr einsame Gegend. Das Buch zieht einen regelrecht als gedanklichen Begleiter mit auf die Tour, auch wenn die wahren Qualen nur Reinhold Messner wirklich erlebt hat. „Everest solo - Der gläserne Horizont“, Reinhold Messner, Malik Verlag, 240 Seiten, einige Fotos, Klappenbroschur, 12,1cm x 18,7cm, ISBN 978-3-492-40732-8 Datum: 31. März 2026 www.piper.de |
Cover, Foto: Malik Verlag![]() |