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Johannes Oerding ist back, und wie! Nach einem Sabbatjahr, das er dringend brauchte, ist sein neues Album „Hotel“ ein reifes, reflektiertes und rundum klasse Werk. Den zwölf Songs merkt man an, dass er wieder richtig Lust hat, seine Fans zu begeistern. Es ist sein achtes Studioalbum. Eines ist hier neu. Er brauchte ein Auszeit, reiste durch die USA, Mexiko, Neuseeland und Japan. Er wollte sich selbst verstehen, wollte die positiven und negativen Momente reflektieren. Dort traf er viele Menschen, die in ihm nicht den großen, deutschen Popstar sahen. Raus aus der heimischen Musikblase. Einfach schöne und entspannte Begegnungen mit fremden Kulturen erleben. So klingt es dann auch, viele gute Gedanken. Es sind grundlegende und wichtige Werte, die er da anspricht. Eine abgehobene Party klingt anders und doch kann man gut mitwippen oder mit den Fingern schnippen, egal ob Temposong oder ein guter alter Blues. Wie schön kann doch „Hamburger Regen“ sein. Seiner Heimat widmete er eine sehr atmosphärische Hymne, inklusive Kiez, Fußball und Stadtstrand. „Hier gehör ich hin“ ist eine Selbsterkenntnis wer man selber ist. Manchmal ist man ein Getriebener seiner Umgebung. Der Titelsong „Hotel“ beschreibt sehr schön die Gedanken zwischen Fernweh und Heimweh. In „Halleluja“ drückt er seine Dankbarkeit für all die kleinen Dinge aus, die ihn zu dem gemacht haben, der er heute ist. Oma Trudi hat ihm z.B. die Musik vermittelt. In „Niemals zu spät“ beschreibt er die eigenen Möglichkeiten aus der grauen Monotonie auszubrechen, dem Leben eine neue Wendung zu geben. Gäste sind auch an Bord. Mit Sarah Connor singt er gemeinsam das „Märchen aus Hollywood“, eines Liebesballade. Die Absurditäten und Abgründe dieser Welt reflektiert er in „Eiszeit 2.0“, eine Interpretation mit Peter Maffay. Schließlich ist auch noch Michael Patrick Kelly mit an Bord. Mit ihm denkt er an all die von uns Gegangenen, die uns vielleicht als „Wolken“ irgendwo zusehen. Musikalisch sind die Songs klasse arrangiert. Man spürt hier und da die erlebten Kulturen. Ein wenig Folk klingt schon mal durch, auch ein Banjo. Auch Hamburg klingt genauso, wie er es präsentiert. Ein wenig mag er sich bei diesem Album bei seinem Freund Udo Lindenberg inspiriert gefühlt zu haben, zitiert das Atlantik und einmal sogar den Horizont, hinter dem es weitergeht. Der Rhythmus passt außerordentlich gut. Das Timing der Songs stimmt. Mit 44 Jahren ist Johannes Oerding im besten Musikeralter, nicht mehr der junge, aufstrebende und etwas laute Musiker, sondern der mehr und mehr sensible gereifte Mensch, der seine guten Gedanken so wunderbar in Töne verpacken kann. Alles wirkt etwas gedimmter und sehr bodenständig. Das Album erscheint am 27. März 2026. Datum: 14. März 2026 www.johannesoerding.de |
Cover, Foto: Tim Tyson![]() |