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BikiniARTmuseum in Bad Rappenau
Die Bademode hat ein eigenes Museum. Im BikiniARTmuseum in Bad Rappenau wird auf rund 2.000 qm die Geschichte der Bademodenkultur von den Anfängen bis zu heute in einer Dauerausstellung präsentiert. Am 5. Juli 2020, dem internationalen Tag des Bikinis, eröffnet das erste Museum dieser Art in Deutschland seine Türen.

Das öffentliche Baden war lange Zeit eine sportliche Tätigkeit, die mit relativ viel Textil verbunden war. Ungefährlich war das nicht. Langsam wurden die Baderegeln in der westlichen Welt immer mehr gelockert, bis die ersten Bikinis für großes Aufsehen sorgten. Man zeigte Körper. Dabei ist man im BikiniARTmuseum der Meinung, dass Frau ihre Körperlichkeit auch zeigen darf, wenn sie den Modelmaßen der Werbeindustrie nicht entspricht. Sie soll sich wohlfühlen und mit sich zufrieden sein. Es ist ein Ort, der zeigt, dass der Kampf für Emanzipation seit über hundert Jahren sichtbare Ergebnisse erbracht hat. Auf dem Dach des Museum steht deshalb stolz die Skulptur "Janara", 10 Meter geballte Woman Power mit Bikini und Boxhandschuhen.

Das BikiniARTmuseum beginnt mit der Bademode der ersten Jahrzehnte, von 1870 bis 1930. Louis Réard gilt als der Erfinder des Bikinis, der spätestens in den 1950er Jahren in Hollywood und in der High Society eine große Rolle spielte. Die Stars der 1950er waren beliebte Models der Bademodendesigner. Der historisch wertvollste Bikini der Welt, "Der Goldene Réard" ist genauso ausgestellt wie Badebekleidung von Weltstars wie Marilyn Monroe, Brigitte Bardot, Elke Sommer, Esther Williams oder Scarlett Johansson. Fast alle existierenden Bademodenstücke von Louis Réard befinden sich als Krönung der Sammlung in der Ausstellung.

Die wertvollste Bademodensammlung der Welt spannt die Breite der ausgestellten Exponate vom Mikrobikini zum Burkini. Sie lässt auch die nackte Haut in der Werbung nicht aus. No-Gos gab und gibt es damals und heute. Gewagte Kreationen sind teilweise sehr diskussionswürdig. Wann wird es sexistisch? Meinungen dürfen ausgetauscht werden.

Zu den textilen Originalen aus vergangener Zeit kann man ebenfalls Gemälde, Fotokunst und Skulpturen sowie überraschende Raritäten und Unikate aus aller Welt bewundern. Bekannte Künstler wie Alex Katz, Heinrich Zille, Gunter Sachs oder James Rizzi sind nur einige wenige, die die Bademode und speziell den Bikini als Motiv gewählt haben.

Kostenloser Eintritt gilt übrigens für alle Besucher in Bikini, Badeanzug oder Badehose, sichtbar mit Badeschuhen und Surfbrett.

Datum: 26. Mai 2020

www.bikiniartmuseum.com