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Kunstmuseum Solingen
Seit 1996 existiert das Kunstmuseum Solingen im idyllischen Ortteil Gräfrath. Beheimatet ist es im ehemaligen Rathaus von Gräfrath, 1907/1908 errichtet im "Bergischen Stil" von Arno Eugen Fritsche. Ein Anbau folgte Mitte der 1990er Jahre. Der Schwerpunkt ist die moderne Kunst ab 1945, ergänzt um ein Zentrum für verfolgte Künste.

Schon der Bau ist stilistisch auffällig, direkt an der Hauptstraße gelegen. Draußen erwartet einen bereits Kunst im öffentlichen Raum, darunter der Solinger Fenstersturz von Rudolf A. Scholl. Es sind nicht die ganz großen Namen, die hier an den Wänden hängen. Sie alle haben jedoch regionalen und internationalen Bezug. Man pflegte und pflegt noch heute einen engen mit der Düsseldorfer Kunstakademie. Die "Düsseldorfer Malerschule" ist ein wichtiger Aspekt der Sammlung. Ein wichtiger Bestandteil sind die Arbeiten von Georg Meistermann. Zwischen 1937 und 1941 er heimlich im Verborgenen einen abstrahierenden Stil. Nach Kriegsende fand er schnell wieder Anschluss. Bedeutend sind ebenfalls die 134 bildhauerischen Werke von Max Kratz. Er unterrichtete an der Folkwang Hochschule in Essen. Bekannt ist sein großes Werk "Steile Lagerung" vor dem Hauptbahnhof in Essen.

Rund 10.000 Arbeiten umfasst die Sammlung des Kunstmuseum, darunter viele Grafiken. 600 qm stehen für Sonderausstellungen zur Verfügung. Das Zentrum für verfolgte Künste ergänzt das Angebot mit Schauen im Bereich Kunst und Literatur. Man leistet großes Engagement bei der Museumspädagogik. Ausstellungen mit internationalen Künstlern, die einen regionalen Bezug haben, werden jedes Jahr präsentiert. Man arbeitet eng mit der Kunstakademie Düsseldorf zusammen.

Das Museum bekommt nur wenig finanzielle Unterstützung von der Stadt . Es ist überwiegend auf Spenden angewiesen.

www.kunstmuseum-solingen.de