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Konzert 'Maybe – A Guitar & A Microphone' mit Jürgen Sarkiss und Peter Engelhardt in der Christuskirche Oberhausen
Mit dem Konzert „Maybe – A Guitar & A Microphone“ zeigten Schauspieler und Sänger Jürgen Sarkiss und Gitarrist Peter Engelhardt in der sehr gut besuchten Christuskirche in Oberhausen ihr ganzes Können in der Interpretation von Prince-Songs.

Lange Jahre war Jürgen Sarkiss festes Ensemblemitglied am Theater Oberhausen, wo er stets zu den Publikumslieblingen gehörte. Schon damals widmete er sich gerne Formaten, in denen die Lebensgeschichten berühmter Musiker thematisiert wurden. Das machte ihn damals außergewöhnlich. Er stach hervor und hatte stets seine eigene Note. Auf der Bühne steht er im Theater Oberhausen zwar nicht mehr, aber seine Musikprojekte haben nichts an Ausstrahlungskraft verloren. Bei seinem aktuellen Projekt begleitet ihn Gitarrist Peter Engelhardt, ebenfalls bekannt vom Theater Oberhausen. Als Duo füllten sie den Kirchenraum mit Interpretationen von Prince-Songs, die besonders arrangiert waren. Optisch wurden die Stücke mit projizierten Zeichnungen interessant begleitet. Auch das Licht wirkte sehr atmosphärisch und passend.

Ein evangelischer Kirchenraum, wie die Christuskirche, war ein toller Ort für ein atmosphärisches Konzert. Der schmucklos gestaltete Alter mit sechs Kerzen und einem Kreuz und die drei Kirchenfenster darüber war eine klasse Bühne. Das Publikum saß unter einer rötlichen Kassettendecke zwischen sechs grauen Betonsäulen. Ansonsten ist die Kirche innen relativ schlicht weiß gehalten. Gerade diese zurückhaltende Architektur passte ausgezeichnet zu den häufig ruhigen Songinterpretationen. Die Akustik war auch spürbar anders als früher, als Sarkiss seine Musikstücke im kleinen Saal des Theater Oberhausen präsentierte. Zu Beginn waren sogar einige Orgelklänge zur begleitenden Gitarre zu erleben, was für eine außergewöhnliche Mischung zu Kompositionen von Prince.

Wie es sich für einen feinen Abend gehört, standen eher weniger bekannte Prince-Stücke auf dem Programm, zumindest für die große Masse. Insider werden die wenigsten gewesen sein. Man lauschte den spannenden Klängen, umgeben von einem Kirchenraum. Dabei wurde die Konzentration voll auf die Musik gelegt. Sarkiss betonte mal, wie schön es ist, endlich wieder Musik vor Publikum machen zu können. Ein paar Worte zu Prince, dass er ein großer Storyteller gewesen sei, der Beobachtungen in Rhythmus umsetzte. Genauso klang es auch. Die eher etwas rauchige Stimme von Sarkiss stand dabei im Gegensatz zu den Stimmbändern von Prince.

Mindestens genauso wichtig war Gitarrist Peter Engelhardt, der ganz feine Töne zupfte. Die Musik auf der Theaterbühne ist oft weniger anspruchsvoll. In der Christuskirche konnte er mal sein ganzes Können aufbieten, mal jazzig, mal rockig und ab und an kam auch der Blues durch, alles hervorragend arrangiert. Große Klasse! Schloss man die Augen, kamen die akustischen Farben besonders gut durch.

Nur das Mitsingen müssen die Gäste nach der langen Pandemie wieder üben. Selbst bei der Zugabe „Purple rain“ wollte kaum Singstimmung aufkommen. Man lauschte lieber diesem sehr schönen Konzert zweier großer Künstler.

Datum: 26. August 2021 (Premiere), weitere Vorstellungen

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