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Das Musiktheater im Revier (MiR) widmet sich dem Stückemix „Orpheus und Eurydike“, eine Oper von Christoph Willibald Gluck mit einer Tanz-Choreografie von Giuseppe Spota. An diesem Abend treffen sich Barock und Moderne, zwei völlig verschieden Zeitepochen. Wie bringt man das zusammen? Das Ergebnis ist ein Versuch beide Epochen miteinander zu verschmelzen. Kurz zur Story. Der Sänger Orpheus (Constanze Jader) kommt nicht über den Tod seiner geliebten Eurydike (Heejin Kim) hinweg. Die Götter sind jedoch gnädig. Er darf sie zurückholen, nur darf er nie mehr in ihr Gesicht blicken. Sein seltsames Verhalten irritiert sie wiederum, was zu Folge hat, dass sie sich ansehen und sie daraufhin ein zweites Mal stirbt. Schließlich hat Amor (Tamina Biber) ein Einsehen und holt sie zurück. Die Geschichte endet mit einem Happy End. Was einfach klingt, das ist es nicht wirklich. Die barocken Töne der Neuen Philharmonie Westfalen, unter der Leitung von Giuliano Betta sind wirklich barock. Dem gegenüber steht ein Bühnenbild, welches in großem Format ein Viertel eines Globus darstellt, innen und außen. Außen ist auf den düsteren Galerien deutlich der Hades angesiedelt. Die Drehbühne sorgt für verschiedene Ansichten. Im Mittelpunkt steht musikalisch Constanze Jader als Orpheus. Im Original ist eine Kastratenstimme vorgesehen, die seit über 120 Jahren von deutschen Bühnen verschwunden ist. Man besetzt solche Rollen heutzutage gerne mit Frauenstimmen. Da Eurydike lange stumm anwesend ist, ist Constanze Jader über eine lange Dauer die einzige Gesangspartie auf der Bühne. Hinzu kommt, dass ihr innerer Kampf oftmals die gleichen Sätze gerne wiederholen lässt. Eine gewisse Monotonie, stimmlich und inhaltlich, ist zu vernehmen. Da später Heejin Kim als Eurydike und schließlich Tamina Biber als Amor ähnlich gute Frauenstimmen zu bieten haben, fehlt es am Kontrast einer männlichen Stimme. Die drei Gesangspartien müssen zudem die Aufmerksamkeit mit 14 TänzerInnen der MiR Dance Company teilen. Sie visualisieren tänzerisch die inneren Kämpfe und Sehnsüchte oft durch marionettenartige Bewegungen. Ihre Choreo wirkt genauso schwer wie das Bühnenbild. Der Hades ist nicht leichtfüßig. Ihr Tanzstil enthält dabei eine große Portion Akrobatik. Unterstützt werden alle vom Opernchor, der vom 2. Rand aus ertönt. Ganz nah dran ist man zu Beginn beim Vorspiel im Foyer, wo Musiker und TänzerInnen das Publikum einstimmen, eine gute Idee. Es ist keine leichte Kost, inhaltlich und optisch. Der im Sommer scheidende Giuseppe Spota, Direktor der MiR Dance Company, war für die Choreografie, die Inszenierung, das Bühnenbild und die Kostüme verantwortlich, seine letzte große Arbeit am MiR. Datum: 6. Dezember 2025 musiktheater-im-revier.de |
Vorspiel im Foyer, Foto: Jehle![]() nächstes Foto |
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