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Beim „Chinafest“ 2026 in Duisburg präsentierte sich das fernöstliche Land kulturell von einer sehr anspruchsvollen Seite. Klasse Künstler, viele aus der Region um Duisburgs Partnerstadt Wuhan, begeisterten. Seit 44 Jahren besteht die Städtepartnerschaft mit Wuhan. Sie zählt zu den aktivsten ihrer Art bei der Stadt Duisburg. Im Theater am Marientor kam es zur kulturellen Begegnung zweier Kulturen, die auch von Nicht-Chinesen sehr gut angenommen wurde. Der Eintritt vor dem Theater war frei. Die exklusive Eröffnungsgala im Theatersaal konnte mit günstigen Tickets besucht werden und war ziemlich gut besucht. Die chinesische Kultur verzauberte auch deutsche Besucher. Was hier an KünstlerInnen aus China eingeflogen wurde, das war allererste Klasse. Die Stadt Wuhan hat etwa 8 Mio. Einwohner, die Region sogar gut 13 Mio.. Dagegen wirkt Duisburg eher bescheiden. Kultur wird in Wuhan offenbar groß geschrieben, im Gegensatz zum immer schmaler werdenden Kulturetat der Stadt am Rhein. Hervorragende Beiträge aus den Bereichen Tanz, Gesang, instrumentale Musik oder Akrobatik waren zu erleben, absolute Weltklasse mit fernem Antlitz. Auf dem Vorplatz gab es natürlich auch chinesische Spezialitäten von hier heimischen Chinesen, allerdings keine Hühnerfüße, die gerne aus Deutschland nach China exportiert werden. Chinesische Vereine präsentierten sich genauso wie eine Fluggesellschaft. Etwa 11 Stunden fliegt man von Frankfurt/Main nach China. Kalligrafie wurde angeboten, wie auch eine gute Einführung in die chinesischen Schriftzeichen. 250 genügen für erste, ein fache Sätze. Nach Jahren kann man dann 2.500 schreiben und etwa 5.000 lesen. Die Bühne war der Tummelplatz der Künstler. Instrumente aus Keramik, darunter eine zweiseitige Geige, klingen spannend, gespielt von Musikern aus Wuhan. Ein tanzender Drache durfte nicht fehlen, wie auch Tanzdarbietungen oder Gesang, ob traditionell-klassisch oder Pop. Die Moderation erfolgte auf chinesisch und deutsch. Weltklasse bot die Gala im Theatersaal. Mit einer Roboter-Show begann der Abend. Sie können schon erstaunlich viel. Es folgten immer wieder anmutige Tänze aus der verschiedenen Regionen des Landes in wunderschön geschneiderten Kostümen, oftmals sogar aus feinster Seide. Gerne verwendet man auch lange Textilstreifen, die kunstvoll bewegt werden. Der chinesische Tanz wirkt häufig so, als würden die Tänzerinnen über den Boden schweben, absolute Synchronität inklusive. Auch wenn man kein Wort Chinesisch spricht, so ist ihre Tanzsprache so ausdrucksstark, dass man das Thema oftmals an Bewegungen oder der Mimik erkennen kann. Gesanglich sind die Stimmen wirklich außergewöhnlich und sehr gut ausgebildet. Frauen singen meist extrem hohe Stimmen, während die Männer eher kräftige Stimmen bevorzugen. Langgezogene Töne drücken betont die Sehnsucht nach Liebe oder harmonischer Natur. Romantik spielt eine große Rolle. Es gab Ausschnitte aus der Han-Oper, der Peking-Oper oder Chu-Oper zu erleben. Themen sind die Lotusblüte oder ein Liebespaar aus Schmetterlingen mit traditionellem Stabpuppenspiel, Romeo und Julia auf Chinesisch. Dabei agieren die Singenden sehr sparsam, während die TänzerInnen um sie herum wirklich fein agieren. Die Han-Oper wurde von Geng Liya , einer Trägerin des höchsten staatlichen Künstlertitels Chinas, dargeboten, und „Der Pavillon des Gelben Kranichs“ war ein Meistergesang von der Theaterlegende Yu Weigang, ein Träger des renommierten chinesischen „Pflaumenblüten-Preises“. Mit den chinesische Blasinstrumenten Suona & Dizi erklangen „Hundert Vögel huldigen dem Phönix“ und „Im Galopp zur reichen Ernte“, inklusive instrumental erzeugter Vogelstimmen, eine ganz hohe Kunst. Dynamisch ritt man dann durch die mongolische Steppe. Die Vielfalt der chinesischen Kultur ist spannend. Spektakuläre und anmutende Akrobatik boten Mi Lingzhi & Liu Shiyi von der Wuhan Akrobatikgruppe: „Schalenbalancieren zu zweit“. Sie wurden mit dem „Goldenen Clown“ von Monte Carlo ausgezeichnet. Man musste jede Sekunde des Abends genießen, so hochklassig erschienen die Darbietungen, auch wenn man mit dieser fremden Kultur sonst nicht so vertraut war. Zum Showfinale „Willkommen in Wuhan“, eine Einladung vielleicht mal selbst zu kommen, war dann auch noch Oberbürgermeister Sören Link mit auf der Bühne. Auch er schien von diesem Abend sehr beeindruckt gewesen zu sein. An zwei Abenden war ein finales Feuerwerk über dem Theater zu erleben. Man hat sich richtig viel Mühe gegeben, um eine deutsch-chinesische Begegnung auf kultureller Ebene zu ermöglichen. Datum: 4. bis 6. September 2026 www.chinafest-duisburg-2026.de |
'Chinafest' 2026 im Theater am Marientor in Duisburg, vor dem Theater, Foto: Jehle![]() nächstes Foto |
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