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Das „Ruhrorter Hafenfest“ 2026 war ein gelungenes Stadtteilfest mit überregionaler Bedeutung. Insbesondere das Höhenfeuerwerk zog wieder magisch die Besucher an. Man konnte feiern, aber auch jede Menge lernen. Das Volksfest im Duisburger Stadtteil Ruhrort hat schon eine lange Tradition. Entlang des Hafenmunds und in den Straßen gab es ein buntes Programm aus Informationsständen, Musik, Imbissen, Rundfahrten oder einer Kirmes. Musik ist immer eine Sache des persönlichen Geschmacks. Von Shanty, über eine Trommelgruppe und Schlager, bis hin zu Rock, waren Töne für jeden Geschmack dabei. Das Feuerwerk so gut wie noch nie, obwohl auch sonst die Begeisterung schon immer groß ist. Leise Phasen führten poetisch hin zur großen Show hoch über dem Rhein, eine knappe halbe Stunde lang. Auch dieses Jahr war die Sicht von der Homberger Seite am meisten entspannt. Die meisten Besucher pilgerten jedoch wie die Lemminge auf die Ruhrorter Seite. Leider wirkte der Schiffscorso wegen des Niedrigwassers des Rheins stark reduziert. Große Fahrgastschiffe blieben zuhause. Manch ein kleineres Partyschiff kam noch spontan vorbei, da der Rheinpegel kurzfristig leicht angestiegen war. Auch die dieses Jahr gut bestückte Kirmes war sehenswert, eine volle Mühlenweide. Einige Hochfahrgeschäfte und schnelle Attraktionen, wie „Mr. Beat“ und „Break dance“ kamen gut an, Das Riesenrad leuchtete hell wie ein Fixstern. Die Kirmes wirkte sehr gut besucht und attraktiv zusammengestellt. Eine Attraktion sind immer die Schiffsbesichtigungen. Der Radschleppdampfer „Oscar Huber“ ist zurück aus der Werft, in einem Top-Zustand. Im Jahre 1966 wurde er stillgelegt, zuvor 1945 im Rhein von der Besatzung versenkt, später wieder fahrtüchtig gemacht. Er führte einst einen Zug am Lastkähnen und wurde schließlich von der Schubschifffahrt abgelöst. Als Drehort wurde er sogar zum Filmstar mit einer Oscar-Nominierung. Die 1550 PS waren aber ehemals ein heißer und lauter Arbeitsplatz. Das Forschungsschiff „Nova“ erreicht mit seinem E-Antrieb maximal 10 km/h und 120 km Reichweite. Längere Reisen sind schwierig, weil es zu wenige schnelle Ladepunkte gibt. Das automatisierte Fahren ist zwar technologisch ausgereift, aber juristisch noch nicht auf dem Weg. Wer trägt die Verantwortung, wenn etwas passiert? Es sind manchmal noch Kleinigkeiten. Sensoren sind manchmal etwas anfällig, beschlagen oder werden durch Reinigungsarbeiten am Schiff gestört. Brücken unterbrechen das GPS-Signal. Es gibt mittlerweile eine Zusammenarbeit des DST mit Forschern in Norwegen und in den Niederlanden. Autonomes Fahren ist technisch heute schon machbar. Mit der „Helena“ war wieder ein schönes Segelschiff aus Rotterdam zu Gast, alles top gepflegt. Tradition und Moderne lagen nebeneinander. Die „Max Prüss“ ist ein Laborschiff. Verschiedene Probennahmen für die Untersuchung von Schwebeteilchen oder Mikroorganismen an Steinen sind an Bord. Proben werden gefragt oder ungefragt bei Einleitungen entnommen, oft im 4-Wochen-Rhythmus. Wegen des Personalmangel bietet man eine eigene Ausbildung für junge Menschen an. Immer ist ein Laborant an Bord. Das Schiff verkehrt auf dem Rhein, dem Rhein-Herne-Kanal, dem Wesel-Datteln-Kanal, schon mal in Frankreich oder in den Niederlanden. Beliebt waren die kostenfreien Busrundfahrten von Duisport durch den Hafen. 37 Rhein-Kilometer kann Duisburg aufweisen. Der Hafen gilt als der größte Binnenhafen der Welt, auf den Containerumschlag bezogen. Man bekam viele sehr gute Infos mit auf den Weg. 52.000 Arbeitsplätze hängen direkt und indirekt vom Hafen ab, darunter einige Tochterfirmen und Dienstleister. Insgesamt 40 km Hafenkante könnte man heute noch begehen. Der Wandel ist sichtbar auf alten Ansichten. Die Kohle stand am Anfang. Ruhrort soll 1900 mehr Millionäre als Berlin gehabt haben. Es folgten Ausbau und Rückbau, von der Kohle zum Mineralöl, zur Welt der Container. Manch ein Hafenbecken wurde zugeschüttet. Eine moderne Röntgenanlage für Container befindet sich gerade im Bau. Die spannende Bustour von Duisport führte durch Ruhrort und Rheinhausen, zur Autoverladung. Trimodalität ist ein wichtiger Fakt für die Wirtschaft, also die Kombination aus Bahn, Schiff und LKW. Gute Verkehrsanbindungen sind von hoher Wichtigkeit, was durch zahlreiche Autobahnen im Umfeld abgedeckt wird. Datum: 21. bis 24. August 2026 www.ruhrorter-hafenfest.de |
'Ruhrorter Hafenfest' 2026 in Duisburg, Max Prüss, Foto: Jehle![]() nächstes Foto |
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