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Eine Perle früher Baukunst im 20. Jahrhundert in Essen ist die Siedlung Margarethenhöhe. Erbaut wurde sie in 29 Abschnitten zwischen 1909 und 1938 vom Architekten Georg Metzendorf. Metzendorf war erst 33 Jahre jung, als er den Auftrag erhielt. Schon zuvor verfolgte er ganzheitliche Wohnkonzepte mit wichtigen Grünbereichen, ökonomischem Bauen und auch einheitlich gestalteten Möbeln. Oft sind die Typengrundrisse der Margarethenhöhe vereinheitlicht und miteinander verknüpfbar und doch äußerlich recht individuell gestaltet, was die Baukosten reduzierte. Das Einfamilienhaus wurde modern. Auch die Straßen und Wege wurden kategorisiert und ihre jeweiligen Breiten festgelegt. Die Siedlung wurde zu einer außergewöhnlichen Kleinstadt am Rande der Stadt, die auch für Menschen offen stand, die keine Verbindung zu Krupp hatten. Künstler zogen mit ihren Ateliers gerne ein. Der Gartencharakter fand viele Freunde. Die Siedlung wurde zu einem Pilotprojekt experimentellen Städtebaus. Alles wirkt sehr kompakt. Jeder freie Raum wird hier effektiv genutzt. Der Haupteingang ist das Torhaus mit der „Steilen Straße“, auf der man den Marktplatz erreicht. Das Gasthaus zur Margarethenhöhe und der Konsum bilden zwei gegenüberliegende Pole, die von idyllisch wirkenden Laubenganghäusern links und rechts flankiert werden. Rankgewächse, jahreszeitliche Blumen, diverse Baumreihen und bewachsene Fassaden sieht man in der Siedlung öfter. Auch an Plätze hatte man gedacht. Viele Straßen haben Biegungen. Innen herrschte für die damalige Zeit echter Luxus. Wohnen konnte man im Erdgeschoss, geschlafen wurde im Obergeschoss. Küchen- und Wohnbereiche richteten sich zum Garten hin aus, den Metzendorf als erweiterte Wohnfläche betrachtete. Die zentrale Einheit aus Kochen, Backen, Heizen und Warmwasseraufbereitung wurde auf der Weltausstellung 1910 in Brüssel mit einer Goldmedaille ausgezeichnet, sorgte weltweit für Furore. Selbst die Farbgestaltung der Räume und die Türgriffe wurden von Metzendorf vorgegeben. Man sollte mit wachen Augen durch die Siedlung spazieren. Es gibt zahlreiche architektonische Details und etliche Kunstwerke zu entdecken. Datum: 4. August 2026 margarethe-krupp-stiftung.de |
Spaziergang durch die Siedlung Margarethenhöhe in Essen, Foto: Jehle![]() nächstes Foto |
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