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Das Museum Mudam in Luxemburg präsentiert die Ausstellung „Video Killed the Radio Star - The 1980s and their Cultural Echoes“. Die 1980er Jahre waren von Widersprüchen geprägt, die im Bild sichtbar wurden: Die glänzende Oberfläche der Popkultur überlagerte sich mit den tiefen Rissen der Weltpolitik, während neue Technologien auf alte Ideologien trafen. MTV und der Schatten von Tschernobyl erreichten ihr Publikum durch dieselbe mediale Linse. Video Killed the Radio Star, eine neue Ausstellung im Mudam Luxembourg – Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean, untersucht die Transformationen einer Epoche, in der das Bild die Stimme ablöste, der Empfang das Eigentum ersetzte und die Ästhetik begann, Macht auf neue Weise zum Ausdruck zu bringen, und fragt nach dem Erbe dieser Zeit bis in die Gegenwart. Von den letzten Zügen des Kalten Krieges bis zum Aufstieg des Neoliberalismus unter Thatcher und Reagan markierten die 1980er Jahre eine tiefgreifende Neuausrichtung der westlichen Ordnung, die bald durch das Aufkommen anderer kultureller Kräfte neu gerahmt wurde, darunter Gesellschaftskritik, feministische und queere Theorien, die die dominanten Narrative der Postmoderne erweiterten und anfochten. Die Ausstellung lädt dazu ein, darüber nachzudenken, was diese Ära uns hinterlassen hat und was wir vielleicht verloren haben, insbesondere angesichts der heutigen Landschaft aus algorithmischem Einfluss, mediierter Intimität und Post-Truth-Politik. Diesen Wendepunkt im Westen und seine globalen Auswirkungen zeichnet sie als historischen Einschnitt nach, als ein Jahrzehnt, in dem viele der heutigen Werkzeuge, Spannungen und Sehnsüchte Gestalt annahmen. In zwei Teile gegliedert, konzentriert sich die Ausstellung zunächst auf die ästhetischen Revolutionen der frühen 1980er Jahre, die Nachkriegsgenerationen von Künstler:innen vorantrieben, die universale und westlich-zentrierte Perspektiven infrage stellten. Der zweite Teil widmet sich dem gesellschaftspolitischen Kontext des Jahrzehnts, seinen Brüchen und Kontinuitäten, die bis heute nachwirken. Die Ausstellung umfasst rund fünfzig Werke von zweiundvierzig KünstlerInnen, von denen viele aus der Mudam-Sammlung stammen: Bernd & Hilla Becher, Daniel Buren, Victor Burgin, Sophie Calle, Mel Chin, Günther Förg, General Idea, Nan Goldin, Jack Goldstein, Andreas Gursky, Peter Halley, Anne Imhof, Joyce Joumaa, Isaac Julien, Martin Margiela, Park McArthur, Albert Oehlen, Grayson Perry, Sondra Perry, Josephine Pryde, Julika Rudelius, Sarkis, Julian Schnabel, Thomas Schütte, Cindy Sherman, Lorna Simpson, Michael E. Smith, Thomas Struth, Leyla Yenirce. Ergänzt werden diese Werke durch Leihgaben von Künstler:innen wie 4FSB, Bless, Rhea Dillon, Andrzej Steinbach, Vivienne Westwood, Alvin Baltrop, Harun Farocki, Roman Ondak, Martin Wong, Hélène Yamba-Giumbi, Richard Haughton, Michel Majerus und Angharad Williams. Die Ausstellung ist Teil der Feierlichkeiten zum zwanzigjährigen Jubiläum des Mudam Luxembourg – Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean. Laufzeit: 12. Juni bis 11. Oktober 2026 www.mudam.com |
Ausstellung 'Video Killed the Radio Star - The 1980s and their Cultural Echoes' im Mudam Luxembourg, Foto: Christian Aschmann![]() nächstes Foto |
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