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Mit dem gelungen inszenierten Liederabend "The king has left the bulding" setzt das Theater Oberhausen ein wichtiges Zeichen gegen weltweite, gesellschaftliche Strömungen. Im Auftaktstück der neuen Spielzeit ist das gesamte Ensemble vertreten. Regie führte die Intendantin Dr. Kathrin Mädler. Im Verlauf der Menschheit gab es immer wieder Regierende, die sich machtbewusst für ihren eigenen Ruhm eingesetzt haben, Unterdrückung der Untergebenen, bzw. Drohungen und Gewalt inklusive. Das Volk hatte zu kuschen. Hier setzt dieser Liederabend an. Wie ein altes Kirmeskarussell mit roboterartigen Spielfiguren optisch aufgebaut, dreht es sich um sich selbst. Bis heute hat man wenig bis nichts daraus gelernt, wenn man sich die Spannungen in der Welt betrachtet. Gewisse Figuren drehen heute noch immer die Räder der Weltgeschichte. Widerstand ist nicht erwünscht. Auf der Bühne löst sich die Starre szenisch in eine freie Bewegung auf, ehe die Freiheit ein Ende findet. Die gute Live-Band steht in der Mitte. Marc-Reiner Kamp, Thilo Henn und Leo Richartz interpretieren bekannte und weniger bekannte Songs auf ihre Art. Alle Mitglieder des Ensembles treten gemeinsam singend oder als Solisten auf. Aus der Vergangenheit wird dabei optisch die Gegenwart, aus Tüllröcken wird die brutale Wirklichkeit, die heute durch die Nachrichten geistert. Aus der Starre der Spielfiguren werden heldenhafte Freiheitskämpfer und Vertreter einer unterdrückenden Staatsmacht. Das Theaterblut fließt. Auch auf der Theaterbühne ist der Hoffnungsschimmer der Freiheit nur ein kurzer Traum, bis man sich selbst auslöscht und nur die Frösche, als Vertreter uralter Amphibien, dauerhaft den Planeten Erde weiterhin besiedeln. Dieser Abend wirkt durchaus dystopisch. Bühne und Kostüme stammen von Franziska Isensee. So manche Songtexte der Musikgeschichte haben durchaus überraschende Aussagen, sind inhaltlich keine platten Hits ohne großen Sinn. Mit dabei sind u. a. „Perfect day“ (Lou Reed), „Kings & Queens“ (Ava Max), „I want to break free“ (Queen), „Born this way“ (Lady Gaga), „Krieg“ (Rio Reiser), „Sunday bloody Sunday“ (U2), bis hin zu „Killling in the name“ (Rage against the machine) und „Sign of the time“ (Harry Styles). Von ganz fein und leise bis hin zu richtig laut und krawallig ist alles dabei. Da das Ensemble gesanglich überwiegend durchaus Talent aufweist, findet jeder seinen passenden Song. Datum: 12. September 2026 theater-oberhausen.de |
Liederabend 'The king has left the bulding' im Theater Oberhausen, Foto: Lukas Diller![]() nächstes Foto |
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