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Der 80. Geburtstag des Landes NRW war der roten Faden der schönen Parlamentsnacht 2026 im Landtag von NRW. Neben Themen rund um die Politik gab es jede Menge Kultur zu erleben. Im Mittelpunkt standen die Arbeit des Landtags und die beteiligten Parteien. Am 23. August 1946 wurde das Land NRW von der Britischen Militärregierung ins Leben gerufen. In April 1947 gab es die ersten demokratischen Wahlen nach dem Zweiten Weltkrieg. Das Land NRW ist bis heute ein Fundament der Demokratie. Die erste Sitzung fand noch in der alten Düsseldorfer Oper statt. Danach tagte man in einem Kino- und Theatersaal der Henkelwerke. Von 1949 bis 1988 hatte man einen festen Ort im Ständehaus, heute das Kunstmuseum K21. 1988 folgte der Umzug in den heutigen Landtag, ein von Rundungen geprägter Bau mit viel transparentem Glas. Jährlich begrüßt man etwa 70.000 Besucher. Aktuell sitzen im Plenarsaal 195 Abgeordnete aus fünf Fraktionen. Natürlich durfte man sich dort mal umsehen und die Plätze ausprobieren. Dort gab es Tanz, Musik und viele Infos. 20 bis 30 Sitzungstage werden pro Jahr angesetzt. Die Landesregierung ist mit ihren Mitgliedern hier nur ein Gast. Ihre Sitze sind im Rund leicht nach hinten versetzt. Zu erleben waren auch die Sitzungsräume der einzelnen Parteien. Auch sie sind rund und mit großen Bildschirmen ausgestattet. So lassen sich externe Experten von weiter weg zuschalten. Auch in den Sitzungssälen gab es Programm. Die CDU feierte den 150. Geburtstag von Konrad Adenauer und zauberte. Andere präsentierten physikalische Shows. Landtagspräsident André Kuper lud sehr nahbar in seinen Empfangsraum. Zeit für Gespräche mit politischen Vertretern war immer, in dieser schwierigen Zeit sehr wichtig. Beim Parcours durch die demokratischen Parteien hörte man manchmal oft überraschend ehrliche, selbstkritische und reflektierte Meinungen, aber auch ein „Weiter so“. Natürlich strahlt auch die aktuell ziemlich unzureichende und bürgerfern wirkende Bundespolitik nach NRW aus, ein großes Thema. Echte Lösungen zu den großen Problemen Mieten und Energiepreise waren nicht zu vernehmen. Die SPD würde gerne sozialer agieren, ist aber dem Koalitionsfrieden mit der CDU in Berlin verpflichtet. Sie fürchten eine weitere Abwärtsspirale ihrer Partei. Die Grünen sehen mittlerweile viele Dinge wesentlich gelassener, geben Reformen durchaus mehr Zeit, inklusive einer Politik der Anreize, nicht der Verbote. Bei der FDP herrscht ein spürbarer Pragmatismus in Sachen Wirtschaft und Bildung. Sie würden gerne Vieles angehen, wie den Bürokratieabbau, die Steuerpolitik und bessere Bildung für NRW, wenn sie könnten. Man bekam ein interessantes Stimmungsbild aus den Fraktionen, für unsere Zukunft teils hoffnungsvoll und teils ernüchternd. Überall gab es Talks und Kultur zu erleben. Der WDR-Rundfunkchor intonierte einige Songs. Profitänzer zeigten ihr Können und klassische Musik war in der Lounge zu hören. Auch die Jugend kam auf ihre Kosten. Es wurde nie langweilig. Ein Highlight war auf jeden Fall die Lichtinstallation auf dem Vorplatz des Landtags. In fünf verschiedenen Bildern präsentierten die Künstler sehenswert die Aufgaben und die Geschichte des Landtags. Datum: 9. Oktober 2026 www.landtag.nrw.de |
Parlamentsnacht 2026 im Landtag von NRW in Düsseldorf, Plenarsaal, Foto: Jehle![]() nächstes Foto |
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