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Ausstellung 'Jaume Plensa - Invisible' im Museum Küppersmühle in Duisburg
Mit der fantastischen Ausstellung „Jaume Plensa – Invisible“ widmet sich das Museum Küppersmühle einem spanischen Bildhauer, der das Unsichtbare der Seele sichtbar machen möchte. 50 sehr sehenswerte Skulpturen sind u. a. zu erleben.

Jaume Plensa zeigt insbesondere Frauenköpfe mit meinst in die Länge gezogenen Formen. Sie bestehen aus vielfältigsten Materialien wie Holz, Alabaster, Bronze Marmor, Stahl oder Papier. Die Damen traf er auf seinen weltweiten Reisen. In seinen Studio wurden ihre Köpfe gescannt und physisch in Kunstwerke umgesetzt, gerne sehr großformatig. Dabei blicken ihre Augen ganz still nach innen, in die Seele, sind geschlossen. Die Gesichtszüge erscheinen oft verschwommen. Bei den feinen Drahtarbeiten blickt man hindurch. Er lässt sie still sprechen. Plensa thematisiert gerne das Licht. Selbst nach dem Tod sind diese Skulpturen physische Erinnerungen an diese Individuen. Selbst wir als Besucher sind Teil der Ausstellung, ebenfalls als wandernde Skulpturen und Individuen.

Heraus stechen einige der Skulpturen. Die „Invisible Anna“ wird als permanentes Werk dem Museum unter dem Silo erhalten bleiben. Es ist 7 x 5 x 4 m und aus rostfreiem Stahl. Von einem der Übergänge oben wirkt es besonders gut. Die „Invisible Mina“ kommt sehr elegant daher, tonnenschwer aus weiß gestrichener Bronze und Marmor, wirkt fast schwebend. An den Wänden hat Plensa fünf skizzierte Gesichter gezeichnet, die nach der Ausstellung leider der Vergangenheit angehören werden. Vor dem Haus empfängt eine große, imposante Bronze-Skulptur die Gäste.

Themen wie Gemeinschaft, enge Beziehungen, Musik, Sprache oder die Menschenrechte kommen künstlerisch gut durch. Die Menschenrechte werden in vielen Teilen der Erde mittlerweile mit Füßen getreten, nicht nur in den USA, China oder Russland. Ein Raum ist deshalb den 30 Artikeln der UNO-Charta gewidmet. Er wirkt fast wie ein Gefängnisgang mit einer Reihe von Türen, ein Symbol für die Staaten, die Vielfalt, Religion, und Hautfarbe bewusst differenzieren und diffamieren. Gemeinschaftliche Werte sind Plensa wichtig. Nur so kann die Menschheit funktionieren.

Es gibt auch einen Blick in sein Atelier in Barcelona. Das Original ist 27 m lang und 5,5 m hoch. Hier ist es ein Raum mit einem Fragment und einem Film.

Diese eindrucksvolle Ausstellung ist absolut sehenswert, künstlerisch kuratiert auf höchstem Niveau. Der großformatige Katalog wird im August erscheinen.

Laufzeit: 26. Juni bis 1. November 2026

museum-kueppersmuehle.de

Ausstellung 'Jaume Plensa - Invisible' im Museum Küppersmühle in Duisburg, Foto: Jehle

Ausstellung 'Jaume Plensa - Invisible' im Museum Küppersmühle in Duisburg

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