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Großaquarium Sealife in Oberhausen
Seit über 20 Jahren gibt es das Sealife an der Marina im Centro Oberhausen. Es gehört zu den größten Sealife-Standorten Deutschlands. Etwa 5.000 Tiere leben hier. Die Reise führt vom Rhein bis in die Mangroven durch verschiedene Klimazonen.

Das Leben im Wasser ist für uns Menschen immer etwas geheimnisvoll. Wer nicht selber taucht, der schaut sich die Unterwasserwelt im Aquarium an. Der Rundweg im Sealife beginnt im Rhein, mit Karpfen und europäischen Welsen. Die kennt man noch. In der Tropfsteinhöhle, mit Axolotl und blinden Höhlensalmler wird schon exotisch. Vorbei an der Küste geht es in den Hafen, wo Muränen oder Oktopoden leben. Sie leben oft versteckt in Höhlen. Gut sichtbar sind hingegen die Makrelen im Schwarmring, die ihre Bahnen ziehen. Im Mittelbecken faszinieren Röhrenaale die Besucher. Dann wird es niedlich. Die Dickbauch-Seepferdchen sind beliebt bei allen Besuchern, während die Ohrenquallen im U-Boot treiben.

Man taucht ab in den Nordseegrund, mit Katzenhaien und Nagelrochen. Hier ist das Wasser nicht mehr 24-26°C warm, sondern eher 14-16°C kühl. Wer hier mehr erfahren möchte, der kann den Erklärungen der Mitarbeiter lauschen, die jede Menge Wissenswertes zu erzählen haben. Haie sind spannende Tiere. Sie orientieren sich mit Hilfe ihrer Lorenzinische Ampullen. Katzenhaie leben in der Nordsee in 50 m Tiefe. Marcohai können bis zu 70 km/h schnell sein. Hundshaie sind lebendgebärend, fressen sich aber gegenseitig. Der Stärkere überlebt. Haie jagen ab der 4. Lebenswoche. Der Hunger treibt sie an. Ein weißer Hai, der eine Robbe erlegt, frisst zehn Wochen nichts mehr. Haie sind normalerweise nicht gefährlich. Weniger als 100 Menschen werden im Jahr angegriffen, weniger als 10 Menschen sterben an Haibissen. Es gibt übrigens 7.000 Säugetiere und nur zwei die Eier legen, das Schnabeltier und der Ameisenigel. Man geht auf jeden Fall schlauer nachhause, als man kam.

Ein kleiner Bereich befindet sich draußen, die Welt der Otter, mit den asiatischen Kurzkrallenottern. Hier gibt es auch mal Sitzgelegenheiten. Weiter im Piratenschiff lassen sich Anemonenfische oder Paletten-Doktorfische beobachten. Anschließend folgt für viele der Höhepunkt. Im Unterwassertunnel warten der Riesenzackenbarsch Rüdiger, der das riesige Becken gerne kontrolliert, die grüne Meeresschildkröte Iggy, der Geigenrochen Rina, Ammenhaie und 11 Schwarzspitzenriffhaie auf die Gäste. Majestätisch gleiten sie über den Köpfen der Besucher. Bei entspannter Musik verbleiben viele hier eine Weile.

Es folgt der Amzonas mit einem Zitteraal und Piranhas. Im Schiffswrack lauern Seewölfe. Wenn nicht zu viel los ist, wirkt die Meeresgrotte fast schon meditativ. Danach beobachtet man in der Haiaufzucht den Nachwuchs. In einem flachen und gut einsehbaren Becken tummeln sich junge Rochen und Haie. Meerestiere zum Anfassen findet man im Erlebnisbecken: Anemonen und Putzergarnelen. Die Becken werden fachlich mit einigen Infos begleitet. Das Ende bilden die Mangroven, mit Geckos, Quallen, Stabheuschrecken oder Riesentausendfüßlern.

Im Haus finden regelmäßige Fütterungen statt. Die Führung „Behind the scene“ ist dabei besonders interessant. Besucher bekommen einen schönen Einblick in die Futterküche und dürfen auch gerne selbst füttern. Nicht jedes Tier bekommt täglich sein Futter. Die Futtermengen werden alle notiert. Futterzangen werden bei Haien, Rochen und Moränen eingesetzt. Extra-Fütterungen gibt es für die ca. 140-170 kg schwer, grüne Meeresschildkröte Iggy, ca. 4 kg pro Tag. Sie mag es vegetarisch und fischig. Ältere Meeresschildkröte werden zu schwer und zu langsam für die jungen Fische. So wird Seegras für sie eine Ausweichnahrung. Piranhas erhalten zweimal 250 g pro Woche. Artemien werden selbst gezüchtet und an kleine Tiere wie Seepferdchen oder Seeanemonen verfüttert. 16 bis 29 kg Futter müssen täglich zubereitet werden.

Für Kinder gibt es diverse Angebote, eine App, Fantasiefische erstellen oder Spieleräume. Der gesamte Innenbereich ist angenehm klimatisiert.

Datum: 30. Juli 2026

www.visitsealife.com

Großaquarium Sealife in Oberhausen, Foto: Jehle

Großaquarium Sealife in Oberhausen

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