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Die PreisträgerInnen für den „Vonovia Award für Fotografie No.8“ sind gekürt. Das Wettbewerbsthema lautete „Zuhause“. Die Ortsbezeichnung „Zuhause“ löst bei jedem eine Assoziation aus und ist dabei doch höchst individuell und temporär geprägt. Ein fluider Begriff, der nicht nur für jeden Menschen etwas Anderes bedeutet, sondern dessen Implikationen sich immer wieder verändern und aktualisieren. Es ist seit 2017 Thema des Preises, das die Künstlerinnen und Künstler dabei stets mit eigenem künstlerischen, dokumentarischen oder investigativen Anspruch neu interpretieren. Der Award fungiert damit auch als ein Seismograph, der den Bedeutungswandel eines sowohl politisch als auch kulturell geladenen Begriffs aufzeichnet. Maria Bolz gewann in der Kategorie „New Talent“ mit der Fotoserie „theydream“ und Michael Kohls überzeugte mit der Fotoserie „Etrogim“ in der Kategorie „Professional“. In der Meisterklasse am 8. und 9. Oktober 2025 traten die sieben FotografInnen miteinander sowie mit Mitgliedern der Jury in den Dialog, bevor sie in den folgenden Monaten ihre Konzepte fotografisch umsetzen. Die inhaltliche Arbeit, der enge Austausch und das Mentoring ermöglichen eine nachhaltige Förderung und Vernetzung. In konzentrierter Atmosphäre wurde nicht nur an den fotografischen Konzepten und deren Umsetzung gefeilt, sondern auch Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt, die über den Award hinaus Bestand haben. Die Fotoserie „theydream“ von Maria Bolz beschäftigt sich mit Fragen geschlechtlicher Identität, Selbstwahrnehmung und Selbstwerdung. Im Mittelpunkt steht der Körper als ein Zuhause, das nicht selbstverständlich gegeben ist, sondern durch Veränderung und Selbstbehauptung erst gefunden werden musste. Die Arbeit erzählt von Verletzlichkeit und Selbstbehauptung als nicht-binäre Person und vom Traum einer Welt, in der das Geschlecht eine untergeordnete Rolle spielt, und von der Frage, wo Zuhause beginnt. In inszenierten Selbstporträts, aufgenommen in der Natur der eigenen Heimat, treten Vergangenheit und Gegenwart, Herkunft und Selbstwerdung in Dialog und eröffnen einen Blick darauf, wie sich im eigenen Körper ein Zuhause finden lässt. In seiner Fotoserie „Etrogim“ geht Michael Kohls der Frage nach, was Zuhause für JüdInnen in Deutschland heute bedeutet. Jüdische Lebensrealitäten sind vielfältig und von Migration, Familiengeschichten und gemeinsamen wie unterschiedlichen kulturellen Prägungen durchzogen. Viele Jüd:innen leben zwischen Sprachen, religiösen Traditionen oder säkularen Lebensentwürfen. Ihre Erfahrungen sind häufig generationsübergreifend geprägt von der Shoa und dem Versuch, sich in einem gesellschaftlichen Umfeld zu verorten, das JüdInnen oft stereotypisiert und historisiert. In Porträts, Stillleben und räumlichen Aufnahmen sucht Kohls nach Spuren eines Zuhauses, das nicht unbedingt an einen Ort gebunden ist, sondern sich vor allem in Beziehungen, Erinnerungen und kulturellen Bedeutungen zeigt. Auch die anderen beteiligten FotokünstlerInnen, Jana Islinger („Unter demselben Himmel“), Stella Weiß & Rosa Burczyk („Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht“), Ute Behrend („Die Liebe zu den Dingen, mit denen wir leben“) und Christina Stohn („Der Hof in ihren Händen“) haben sehr sehenswerte Arbeiten abgeliefert. Der Award ist mit insgesamt 40.000 Euro dotiert. Die FotografInnen der Meisterklasse werden mit je 4.000 Euro bei der Umsetzung ihrer Fotoserien unterstützt, hinzu kommen Preisgelder in Gesamthöhe von 16.000 Euro. Vom 2. bis 17. Mai 2026 sind die sechs fotografischen Positionen aus der Meisterklasse des „Vonovia Award für Fotografie No.8“ in Essen zu sehen. Ausstellungsort ist die Kreativ Kathedrale Trudi, die zum Kultur- und Bildungszentrum umgewandelte Kirche St. Gertrud im Norden der Essener Innenstadt. Datum: 10. März 2026 award.vonovia.de |
"theydream", Foto: Maria Bolz![]() nächstes Foto |
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